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Risikofaktor Homocystein

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In den letzten Jahren erlangt die Hyperhomocysteinämie zunehmend als neuer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkankungen, Venenthrombosen und Neuralrohrdefekt des Fötus Beachtung.

Erstmalig wurde klar, dass eine Erhöhung der Homocysteinwerte im Blut (Hyperhomocysteinämie) ein Risikofaktor für arterielle Krankheiten darstellen könnte. Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Hyperhomocysteinämie häufig auch mit venösen Thrombosen vergesellschaftet ist.

Was ist Homocystein?

Homocystein ist eine schwefelfaltige Aminosäure (Eiweißbaustein), die nicht mit der Nahrung zugeführt wird. Sie entsteht im Stoffwechsel aus der lebenswichtigen Aminosäure Methionin. Homocystein muss als toxisches Stoffwechselprodukt abgebaut werden und dann dabei zu Methionin zurück verwandelt werden. Dabei werden Folsäure und Vitamin B12 benötigt.

Bei einem Mangel dieser Vitamine kann es zu einer Erhöhung der Homocysteinwerte im Blut (über 10 - 15 µmol/l) kommen.

Erhöhte Homocysteinwerte im Blut, die so genannte Hyperhomocysteinämie, schädigen Herz und Blutgefäße. Zudem werden immer weiter reichende Auswirkungen des erhöhten Homocysteinspiegels erkennbar. Diskutiert wird beispielsweise eine Beteiligung an der Demenzkrankheit Morbus Alzheimer und am Morbus Parkinson, weil Homocystein in Konkurrenz mit erregenden Botenstoffen bestimmte Andockstellen (Rezeptoren) im Gehirn unwiederbringlich schädigt.

[... Fortsetzung]

 

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