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Risikofaktor Fettstoffwechselstörung

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Die Bedeutung der Fettstoffwechselstörung bei der Entstehung der Arteriosklerose, insbesondere bei der Entstehung des Herzinfarktes, war über lange Zeit in der Fachwelt umstritten.

Heute ist weltweit akzeptiert, dass zu hohe Blutfette gravierende Risikofaktoren für die Entstehung des Herzinfarktes und für andere arteriosklerotische Gefäßerkrankungen wie Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Becken - Beinarterien sind. Die Berichte der wichtigsten Wissenschaftsinstitutionen weltweit lassen keinen Zweifel daran, dass es eine eindeutige Korrelation zwischen dem Cholesterinspiegel und der Arteriosklerose, also der Gefäßverkalkung gibt.

Große wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Arteriosklerose durch die Reduktion des "LDL-Cholesterins" und durch eine Erhöhung des "HDL-Cholesterins" nicht nur in der Entstehung und Progression deutlich verzögert, sondern auch durch eine konsequente Behandlung der "Risikofaktoren" zur Rückbildung gebracht werden kann. Wichtige Interventionsstudien der letzten Jahre geben Grund zur Hoffnung: die Volksseuche Arteriosklerose - ähnlich wie die Pest oder die Pocken - ist bekämpfbar.

Basiswissen zum Cholesterin

Blutfette sind nicht wasserlöslich. Damit sie überhaupt in der Blutflüssigkeit transportiert werden können, ist ein spezielles Transportsystem erforderlich. Mit Blutfetten meinen wir in erster Linie Cholesterin, Cholesterinester, Triglyzeride (Neutralfette) sowie Phospholipide und die mit den Blutfetten vergesellschafteten Eiweißkörper, die sogenannten Apoproteine. Cholesterin ist ein wichtiges Baumolekül für Zellmembranen und Cholesterin dient gleichzeitig auch als Ausgangsstoff für die Bildung von Steroidhormonen und von Gallensäuren. Triglyzeride (Neutralfette) dienen als Energieträger. Sie sind wie Cholesterin wasserunlöslich und müssen in Form von Fett - Eiweißverbindungen (sogenannte Lipoproteine) im Blut transportiert werden.

[... Fortsetzung]

 

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