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Glossar - R -

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Radiofrequenztherapie
= bezeichnet ein endovenöses Operationsverfahren zur Behandlung von Krampfadern. Hierbei wird ein Katheter in die betroffene Vene vorgeschoben. Beim Zurückziehen der Sonde werden an der Spitze Radiowellen erzeugt, die Wärme abgeben. Hierdurch erwärmt sich die Katheterspitze bis auf 120°C, wodurch in der Gefäßwand Eiweiße zerstört werden, was wiederum zu einer Gefäßwandentzündung mit nachfolgendem Verschluß der Vene führt. Die Vene verbleibt im Körper.

Radiofrequenz-induzierte ThermoTherapie (RFITT)
= bezeichnet ein endovenöses Operationsverfahren zur Behandlung von Krampfadern. Hierbei wird ein Katheter in die betroffene Vene vorgeschoben. Beim Zurückziehen der Sonde werden an zwei unterschiedlichen Stellen Radiowellen abgegeben (bipolare Technik). Anders als bei der sogenannten monopolaren Radiofrequenztherapie erwärmt sich die Katheterspitze nicht, sondern die entstehende Wärme wird direkt in das umliegende Gewebe abgegeben (80°C), wodurch in der Gefäßwand Eiweisse zerstört werden, was wiederum zu einer Gefäßwandentzündung mit nachfolgendem Verschluß der Vene führt. Zusätzlich erfolgt bei diesem Verfahren eine Messung (sogenannte Impedanzmessung), die bei zu stark geschädigter Gefäßwand dazu führt, dass weniger Wärme abgegeben wird. Die Vene verbleibt im Körper.

Ratschow-Test
= Test zur Diagnose einer arteriellen Durchblutungsstörung der Beine.

Raynaud-Syndrom
= bezeichnet eine Erkrankung der Arterien in den Fingerarterien, die durch eine extreme Engstellung der Gefäßwand (funktionell) und nicht durch arteriosklerotische Veränderungen bedingt ist. Betroffen sind v.a. Frauen unter 50 Jahren. Die Finger nehmen dabei eine weiß-bläuliche Verfärbung an. Kälte sowie auf die Gefäßwand wirkende Medikamente wirken sich negativ aus.

Reisethrombose
= auch Economy Class Syndrom; bezeichnet eine Thrombose, die auf längeren Flugstrecken entstehen kann, da aufgrund einer eingeschränkten Beweglichkeit sowie einer im Knie- und Hüftgelenk angewinkelten Sitzhaltung ein erhöhtes Risiko durch einen verminderten Blutfluss auch für ansonsten nicht gefährdete Personen vorliegt. Liegen ein oder mehrere Riskofaktoren vor (z.B. Stoffwechselstörungen, bestimmte angeborene Gerinnungsstörungen), erhöht sich das Risiko eine Thrombose zu erleiden, weiter.

Revaskularisation
= bezeichnet die Wiederherstellung der Durchblutung von Gewebe nach einem vollständigen Gefäßverschluß. Je nach Lokalisation des nicht mehr durchgängigen Gefäßes sowie nach Dauer der unterbrochenen Durchblutung muss mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Gewebeschaden gerechnet werden. Es stehen zwei Verfahren zur Verfügung: die direkte Wiederherstellung eines Lumens im betroffenen Gefäß oder die Anlage eines Bypasses.

Risikofaktor
= krankmachende Lebensbedingung, Umstände die eine Krankheitsentstehung begünstigen, z.B. Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress

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